Il Postino: Solide, freundlich und sonntags offen :-)

Als mein Liebster an einem Sonntagabend mit mir halbverhungert auf dem Beifahrersitz auf der Suche nach einem offenen Restaurant am Il Postino vorbeigefahren ist, muss es ihm wie die Erlösung vorgekommen sein. Unerträglich übellaunig, wie die hungrige Version von mir nun mal ist, war ich zwar skeptisch, liess mich aber in den Garten verfrachten und harrte der Dinge, die da kommen. Die Karte habe ich nur kurz überflogen und das Erstbeste bestellt, das meinem knurrenden Magen Erleichterung versprach. Read more »

Greulich zum Dritten: Es geht wieder aufwärts

Das Greulich hat letzten Herbst nach einer unendlich scheinenden Küchenumbaupause seine Pforten mit neuem Konzept und - vorallem zu bedauern - neuem Personal wieder geöffnet. Während man sich an ersteres hätte gewöhnen können, war letzteres völlig ungeniessbar und hat meinem “home away from home”-feeling gründlich den Garaus gemacht. Nun jedoch, nach einem Jahr Übungszeit, scheint sich die neue Brigade langsam an das vorherige Niveau heranzuarbeiten. Read more »

Can Simoneta: Arrogant und plump

Das Can Simoneta wurde uns sehr ans Herz gelegt: Meine beste Freundin war im Frühling da und hellauf begeistert. Also beschlossen meine Schwester und ich, die hochgelobte Küche auszuprobieren. Man kommt an durch eine Allee alter Olivenbäume und betritt das sehr hell und durchlässig gestaltete Haupthaus mit Blick aufs Meer. Ein wunderschöner Ort. Der Ober, der uns in Empfang nahm, war etwas arrogant und obwohl uns das beiden aufgefallen ist, haben wir uns nicht viel dabei gedacht. Im Nachhinein hätte man das wohl als Omen nehmen und rechtsumkehrt machen sollen. Read more »

Greulich zum Zweiten: Charmant und lecker

Das Greulich hat ja mit Marco Hartmann einen neuen Koch und den mussten wir natürlich ausprobieren. Der Innenhof mit dem Expo-Birkenwäldli ist lauschig wie immer. Auch der ausgezeichnete Service von Empfang über Bedienung bis Verabschiedung ist gleich geblieben. Aber wie steht’s um die Kochkünste des Neuen? Das versuchten wir mittels Überraschungsmenu herauszufinden, denn dabei kriegt man nur Dinge vorgesetzt, die nicht in der - eher kleinen - Karte sind. Read more »

Pergola: Vergessen!

Ich hab’s ja immer wieder probiert. Bin ja nicht so. Und schliesslich liegt’s auch gleich ums Eck. Und irgendwie waren die doch früher nicht so schlecht. Und ich kenn auch einige Leute, die sich glauben erinnern zu können, dass sie da eigentlich noch gut gegessen haben. Aber seien wir mal ehrlich: Das Pergola sollte man vergessen. Read more »

Castell: Erholung pur

Dank des genialen Einfalls meiner besseren Hälfte verbrachten wir das Wochenende im Hotel Castell in Zuoz.

Das Hotel ist wunderschön gelegen, man kann die Erholung schon spüren, wenn man hoch über dem Tal auf den Parkplatz fährt, der eigentlich auch als Aussichtsterrasse dienen könnte.

Der Service kann man nicht einmal als “Service” bezeichnen - man würde den herzlichen Menschen, die einem dort das Leben leicht machen, unrecht tun. Mir ist in den zwei Tagen nicht eine Person begegnet, bei der man nicht das Gefühl hatte, sie würde nichts lieber tun, als mir jetzt zur Seite zu stehen. Solche Mitarbeiter hab ich noch nie erlebt. Read more »

White Elephant: Treffend benannt

Weil mein Liebster so gerne Asiatisch isst, wurde er von mir zum Geburtstag ins White Elephant eingeladen - man sagt, das sei der beste Thai in der Stadt. Mit der Empfehlung meiner Schwester ausgestattet, wir sollten unbedingt die Seafoodplatte nehmen, startete ich erst mit einem Glas Prosecco. Das liess ich aber dann ziemlich zackig stehen und bestellte Champagner, denn ich konnte die Kopfschmerzen schon nach dem ersten Schluck anschleichen hören… Read more »

Le Jules Verne (Alain Ducasse): Sehr teure Aussicht - Essen bitte selber mitbringen

Das Jules Verne liegt spektakulär: Im Eiffelturm nämlich. In der zweiten Plattform auf 125m Höhe um genau zu sein. Nach oben gelangt man in einem privaten Fahrstuhl, der genauso gediegen gepolstert und mit Samt ausgeschlagen ist, wie das gesamte Restaurant. Oben angekommen bemerke ich meinen ersten - gravierenden - Fehler: Ich bin komplett underdressed (und werde dementsprechend herablassend behandelt). Wir kriegen einen mittelmässigen Tisch und schauen uns einigermassen beeindruckt die 70er-Jahre Einrichtung an. Ausser den Stühlen passt wirklich alles zusammen und schafft mit der spektakulären Aussicht eine einmalige Atmosphäre.

Wir bestellen das Degustationsmenu - einmal mit Fisch, einmal mit Fleisch - und einen Condrieu Domaine Faury 2007, an dem - bis auf den Preis von 90 € - wirklich nichts auszusetzen war. Es ging spektakulär los: Ein ovales Gläschen bot ein schaumig-flüssiger Gratin dauphinois. Auf dem Kartoffel-Lauch-Mousse befand sich ein Schaum, der dem Ganzen der Gratin-Geschmack gab. Das machte Lust auf mehr.

Allerdings verging uns die Lust sehr schnell und was dann folgte, war ein Absturz aus 125m Höhe bis auf U-Bahn Niveau mit den mehligen Madeleines, die sie uns mitgegeben haben. Read more »

La Table de Joël Robuchooooooooooooooooooooooooohhhhh…

Das kulinarische Highlight unseres kulinarischen Wochenendes in Paris war zweifellos das Mittagessen im La Table von Joël Robuchon. So hab ich mir kulinarische Weiterbildung vorgestellt. Das Interieur plüschig aber sehr gemütlich, die Kellner freundlich und flink und das Essen mehr als ausgezeichnet. Ausgerechnet ein Stück Schweinerippe kürten wir zum besten Gericht des Wochenendes! Aber von vorne:

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Gaya par Pierre Gagnaire: Originell und doch bodenständig

Dieses Wochenende Xpress money money order haben wir uns in Paris dem Essen gewidmet. Am Freitag gingen wir ins Gaya von Pierre Gagnaire. Das Ambiente dieses eher kleinen Restaurants ist freundlich und warm und man fühlt sich gleich sehr wohl, obschon die Einrichtung nicht ganz zusammenpasst. Die Karte ist nicht besonders gross und enthält einige Dinge, die man sich erklären lassen muss (liegt wahrscheinlich auch an meinem nur bedingt vorhandenen Französisch). Zum Beispiel hab ich immer noch nicht begriffen, was “Liebig” ist - allerdings weiss das mein Bocuse auch nicht, dann muss ich’s auch nicht wissen… Als Amuse Bouche kriegten wir dreierlei: Etwas ziemlich durchschnittlicher Tintenfischsalat, sehr salzige hausgemachte Cracker (die scheinen ziemlich in zu sein in Paris) mit Blumenkohlmousse, das nur mit sehr viel gutem Willen als solches erkennbar war sowie Röllchen aus fein gehobeltem Fenchel mit Peterli. Lezteres war wirklich gut. Read more »