Capri: Nix mit Italianità

Das Capri im Zürcher Seefeld macht einen netten Eindruck. Und – am frühen Montagabend – einen menschenleeren. Ich kann mir einen Tisch aussuchen, stelle mich hin, lächle den Kellner an und will meinen Mantel ablegen. Er verzieht sich. Ich stehe also da, Mantel im Arm, und bin etwas ratlos. Der Kellner ist verschwunden. Nächster Versuch: Ich gehe mit dem Mantel im Arm auf einen jüngeren Kellner zu, der beim Tresen steht und offensichtlich nix zu tun hat – ich bin ja vorerst der einzige Gast. Ich frage, ob es eine Garderobe gäbe. Er lächelt und erklärt mir der Weg. Hört mal Jungs – das ist nicht nur wirklich schlechter Service… das geht gegen den Nationalstolz! Gebt verdammt noch mal Eure italienischen Pässe ab!!

Haben sie dann wenigstens das Kochen noch drauf? Jein. Die Salatblätter waren so gross, dass ich das Messer nehmen musste. Die Pizza war zwar ok, aber nicht die, die ich bestellt hatte und dass Prosecco ohne Blöterli nicht wirklich prickelnd ist, hat ihnen offenbar auch noch niemand gesagt.

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