Globus am Bellevue: Schwarzwäldersushi?

Am Globus am Bellevue gibt’s jetzt also ne Sushibar. Wohl schon länger, aber ich hab sie bisher noch nicht entdeckt. Das letzte Mal als ich da war, hab ich Sushi vergebens gesucht und dann ein Curry gegessen. Nun gut. Es gibt ein Laufband, Barhocker und all das andere Zeugs, das so in ne Sushibar gehört (z.B. viel dunkles Holz). ABER: Was läuft denn da an mir vorüber?? Ist es ein Maki? Ein Nigiri? Vielleicht eine Eigenkreation des Chefs (das scheint es hier auch zu geben, aber ich fühlte mich heute nicht mutig genug)? NEIN! Es ist ein quadratisches Stück Schwarzwäldertorte mit einer dicken Schokoschicht drauf! Auf der Schokoschicht wurden drei braunrote Trauben mit einem Goldblättchen versehen und mit Pistazienkrümeln assortiert. Bhuuäää. Allerdings war die Schwarzwäldertorte in guter Gesellschaft. Weiter hinten kamen ein Mürbteig-Himbeertörtchen und ein Apfeltörtchen angesurrt. Den Fruchtsalat, der nach ein paar weiteren Sushitellern vorbeikam, fand ich schon fast passend. Später gab’s auch noch Mousse au chocolat und so was hellbeiges, rundes… Aber zurück zur Schwarzwälderschnitte. Dabei handelte es sich nicht etwa um ein knusprig-schokoladiges Bisquit, das sich mit schaumig aufgeschlagenen Rahmschichten abwechselte und gekrönt von dunklen Schokoblättern zum Schlemmen eingeladen hätte. Nein. Dieses Ding hier sah pampig aus und festgedrückt und zwischendurch mit weissen Schichten und brauenen Trauben versehen – ein Graus. Blenden wir mal den Fakt aus, dass auf dem Sushi-Laufband Schwarzwäldertorte mitfährt - dies wäre an sich schon einen Beitrag wert. Und vergessen wir auch, dass es eine selten unappetitliche Schwarzwälderschnitte war. Wenden wir uns dem Fakt zu, dass dieses Ding die ganzen geschlagenen zweieinhalb Stunden, die wir da sassen, immer und immer wieder an uns vorbei kam… Wie um Gottes Willen lässt sich das mit dem Anspruch vereinbaren, den Globus grundsätzlich erhebt – nämlich erstklassig zu sein? Einen Anspruch, nota bene, für den man einen gewissen Preis bezahlt (knapp 120.- für zwei Personen)…? Nun gut, wir wollen nicht so sein. Vielleicht hatte die Patisserie-Abteilung einfach zuviel produziert? Und nachdem das Hauptgeschäft geschlossen wurde, haben sie die übrig gebliebenen Törtchen, Schnittchen und Küchlein wahrscheinlich einfach auf neue Tellerchen gepackt und der Sushibar gebracht. Mmmmmmhhhhhh….

Was man der Fairness halber noch anfügen muss: Der Service ist sehr freundlich und aufmerksam.

Und nein, die Sushi sind keiner besonderen Erwähnung wert.

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