Kaffee beim Beck Keller: Tropfendes Vergnügen

Also ehrlich: so schwierig kann es doch nicht sein! Immer wieder frag ich mich, weshalb mir Kaffee oder Tee serviert wird, bei dem die Untertasse die Hälfte des Getränks enthält. Liebe Servicefachkräfte: So kann man das Zeugs nicht trinken! Sobald man die Tasse aus der Untertasse entfernt und kippt, tropft einem die Tasse die Kleider und auch alles andere voll. Eine nasse Untertasse zwingt den Gast zu unmöglichen Verrenkungen und verhindert jeden Genuss (denn mindestens einmal denkt man ja nicht daran, sich über oder neben den Tisch zu beugen und wird dann vollgekleckert…). Der geneigte Leser wird entgegnen, man führe ja sowieso die Tasse mit der Untertasse bis auf angenehme Höhe und hebe erst dann die Tasse von der Untertasse weg. Tue man dies, werde es auch nur in die Untertasse tropfen. Ja. Der Leser hat absolut Recht (und so löse ich das Problem auch meistens). Aber es kommt doch vor, dass man, zurückgelehnt und die Zeitung in der einen Hand, mit der andern Hand gern die Tasse vom Tisch (und der Untertasse) hebt, um zu einen Schluck Kaffee zu kommen ohne die Lektüre unterbrechen zu müssen. Das darauf folgende Geklecker ist der Sonntagmorgenstimmung grauenhaft abträglich. Zudem gibt’s auch eine perfide Variante, wie ich heute Morgen feststellen musste: Da steht die Kaffeetasse mitsamt einem kleinen Glas Wasser auf einer kleinen Platte. Das Wasserglas wird überfüllt, das überfliessende Wasser mischt sich mit dem Kaffee, der auch schon in der Platte ist und die ganze Sache tropft überallhin. Ich trink Kaffee in Zukunft wieder zuhause und nicht beim Beck.

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