Hofgarten: Kein Sinn für Geselligkeit

Gesten in Luzern war ich im Restaurant Hofgarten. Der Kellner hat mich gleich am Eingang abgefangen und sehr nett begrüsst. Dass er auch später stets freundlich zugegen war, wenn man ihn gebraucht hat, lag zwar vielleicht auch daran, dass mein Begleiter ein Stammgast ist - aber wir wollen nicht so sein. Allerdings fehlte ihm das bisschen Feingefühl, das ihn davon abgehalten hätte, jedes Mal unser Gespräch zu unterbrechen…
Weniger Glück hatten die armen Gäste, die einen Tisch für acht reserviert hatten: Sie wurden von der Chefin persönlich ohne einen Hauch von Schuldbewusstsein auf zwei Tische am jeweils anderen Ende des Raums verteilt! Und das in einem halbleeren Restaurant! Ich wär gleich wieder gegangen. Aber die waren von der geduldigen Sorte und haben durch geschickte Diplomatie das Personal dazu bewegen können, ein paar Tische zusammenzuschieben, damit sie gemeinsam essen konnten.

Weil mein Begleiter mir vom Lachstatar mit den Worten abgeraten hat, er würde das nur in einem vertrauenswürdigen Lokal bestellen, nahmen wir das Entrecôte… und es muss sich gewehrt haben, als sie es für uns fangen wollten! Anders gesagt - es dauerte ziemlich lange.  Allerdings hat ihm die Bewegung offensichtlich gut getan, denn als es mal kam, schmeckte es sehr zufriedenstellend. Nicht ausgezeichnet – dafür war’s nicht zart genug und es fehlte ihm die Raffinesse. Aber es war gut. Das Mousse au Chocolat mit den Orangenschnitzen hingegen war sensationell…

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