Kunsthaus Restaurant: Na ja

Zmittag im Kunsthaus Restaurant. Eigentlich eine gute Idee, und – so viel vorab: schlimm war’s nicht und das Preis/Leistungs-Verhältnis kann sich wirklich sehen lassen. Zu jedem Menu gibt’s nämlich einen Topf Suppe und eine Schüssel Salat – man wird das Kunsthaus Restaurant also nie ungesättigt verlassen. Aber: Es fehlt der letzte Schliff. Und: Auf der Karte klingt’s immer leckerer als es dann tatsächlich ist… Am Freitag gab’s zum Beispiel Mulligatownysuppe (ich hab auch keine Ahnung, was das ist), Salat und Tagliatelle mit Meeresfrüchten an Safransauce für sehr preiswerte CHF 21.90. Aber eben: Die Suppe schmeckte – wie mein Gegenüber treffend und bissig bemerkte – wie fades, flüssiges Riz Casimir. Schade, denn man hätte die ganze Sache ohne grossen Aufwand – zum Beispiel mit ein bisschen Schärfe oder Koriander – doch deutlich erfreulicher gestalten können. Die Salatsauce wurde offenbar mit relativ billigem und entsprechend scharfem Essig angemacht und die Safransauce (die zugegebenermassen ein paar kleine Stückchen Calamari enthielt) schmeckte auch ziemlich nach Päcklisuppe. Der Plan, das Ganze mit etwas Reibkäse zu verbessern, scheiterte an der zwar sicher sehr hippen aber ungeeigneten Käsereibe. Irgendwie geht einem also der Mensa-Beigeschmack nicht ganz aus dem Kopf aber weil’s auch nicht wirklich schlecht war, äussert man sich dann wenigstens freundlich über das Preis/Leistungs-Verhältnis. Allerdings muss man sich auch fragen, ob nicht ein bisschen weniger (z.B. Suppe oder Salat – dafür in verfeinerter Variante) mehr wäre.

One Response to “Kunsthaus Restaurant: Na ja”

  1. Du kennst Mulligatawnysuppe nicht? Scheinst an Silvester jeweils früh im Ausgang zu sein…

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