Der weisse Schwan: Schwänzen!

Wie so oft stellte sich gestern Abend wieder die Frage, wo wir vor dem Theater essen gehen wollten. Nach dem Studium der Karte haben wir uns für den Weissen Schwan entschieden (zugegebenermassen auch, weil’s in der Nähe ist). Ich erwartete also keine Wunder - aber gutbürgerliche Küche (und für meinen Liebsten etwas Asiatisches) zu vernünftigen Preisen. Read more »

Tao’s: Mittags teurer Kantinenfood

Grad war ich zum Zmittag im Tao’s und leider hat mich einzig der Service überzeugt - wie diese Küchenbrigade 14 GaultMillau-Punkte erkocht haben soll, ist mir schleierhaft (selbst wenn man bedenkt, dass die Bewertung ja eigentlich erst bei 13 Punkten beginnt…). Begrüsst wurden wir jedoch äusserst freundlich von einer Dame, die uns gleich die Mäntel abnahm und uns einen sehr kuscheligen Platz im Eck anbot - zwar nicht unbedingt erwartet für einen Businesslunch aber es ist eine angenehme Abwechslung, mal auf einer gut gepolsterten Bank zu sitzen als auf unbequem harten Stühlen. Read more »

Cèdre: Geselligkeit mit tausend leckeren Kleinigkeiten

Mittlerweile war ich schon ein paar Mal im Cèdre Meze essen und das verrät auch schon, dass ich mit dem Essen ziemlich zufrieden war - so zufrieden, dass ich mir sogar ein libanesisches Kochbuch gekauft hab! Zudem gefällt mir diese Art, zu essen: Der ganze Tisch ist völlig zugepflastert mit kleinen Schälchen, Tellerchen und Töpfchen mit tausend verschiedenen Dingen und man reicht rum, probiert, empfielt, rät ab, diskutiert oder fragt in die Runde, was man da überhaupt grad isst. Das wiederum zeigt auch, dass die richtig grosse Freude erst bei mindestens sechs Leuten aufkommt. Aber dann ist der Spass wirklich zu empfehlen. Read more »

Barrique: Besser nur was trinken

Nach einem abendlichen Spaziergang durchs Niederdorf machte sich ein kleiner Hunger bemerkbar und auf der Suche nach einem Restaurant kam mir in den Sinn, dass mir jemand das Barrique an der Marktgasse 17 empfohlen hatte. Das Lokal sah einladend und “warm” aus und wir fanden zudem die Aussicht auf ein gutes Glas Wein äusserst erfreulich.

Fraundlich und nett war der Empfang und wir machten es uns im Eck bequem. Die Karte ist klein aber appetitlich, wobei aber leider mehr Kreativität ins Kartendesign denn ins Menu geflossen ist. Die Auswahl an Offenweinen ist für ein Weinlokal nicht berauschend und um einen guten Tropfen zu kriegen, muss man  einiges berappen. Wir haben zuerst einen günstigeren Tempranillo probiert, waren damit aber gar nicht zufrieden und entschieden uns für den Rioja - eine glückliche Wahl. Ich bestellte einen Salat, mein Gegenüber die Ingwer-Karotten-Suppe. Wie sich später herausstellen sollte, hatte er damit einfach Glück. Read more »

Le Tapis Rouge: Etwas wenig “Grand” für ein Grandhotel

Mein Liebster hatte dieses Weekend die grandiose Idee, mich ins Grandhotel Giessbach, genauer: in deren Gourmetrestaurant Le Tapis Rouge, auszuführen. Für alle, die’s noch nicht kennen: Das Giessbach ist ein Jugendstilbau mit einem wunderbaren Blick auf den Brienzersee und einem hauseigenen Wasserfall. Sehr romantisch…

Nach einem kurzen Spaziergang durch den Wald inklusive Besuch des Wasserfalls und Apéro in der Gartenbeiz traten wir also auf die Terrasse des Tapis Rouge. Da alle Tische reserviert waren, blieben wir erst mal stehen und warteten darauf, dass man uns an den richtigen Tisch brachte (er hatte draussen reserviert, damit wir das strahlend schöne Wetter geniessen konnten). Genau in dem Moment trat der maître d’ aus dem gegenüberliegenden Eingang ebenfalls auf die Terrasse und grinste in unsere Richtung. Er blieb stehen. Wir standen also am einen Eingang der Terrasse, er am andern und keiner rührte sich. Nach einer gefühlten Ewigkeit setzte er sich grinsend in Bewegung. Als er dann bei uns angelangt war, stand hinter uns ne Frau, die irgend etwas wissen wollte und er beantwortete ihre Frage sozusagen über uns hinweg! Ich hätt ihm gern sein bubenhaftes Blödmanngrinsen aus dem Gesicht gepfeffert. Offensichtlich wusste er nicht so recht, was er mit uns anfangen sollte. Wir: Wir haben einen Tisch reserviert. Er wollte uns nach drinnen bitten. Mein Macker: Wir haben draussen reserviert. Er: Wir servieren aber nur drinnen. Nach einigem Hin-und-Her setzten wir uns draussen für einen Apéro hin und studierten die Karte. Essen gab’s nur drinnen, wo man reserviert hatte, war egal (man fragt sich unweigerlich, weshalb man überhaupt draussen reservieren kann…). Dieses geölt grinsende Bubigesicht mit der “frechen” Frisur ging mir langsam ziemlich auf den Wecker. Read more »

Heil Dir, Helvetia

Durch einen glücklichen Zufall (und einer Reservationspanne in der Reithalle), landete ich gestern im Restaurant des Hotels Helvetia also “i de Helvti“. Wir hatten Glück und fanden einen Tisch auf der kleinen Terrasse über der Sihl.

Ich bestellte Kopfsalatherzen mit pochiertem Ei und Olivenölemulsion sowie Wienerschnitzel mit Bratkartoffeln und Gurkensalat.

Erst dachte ich: Olivenölemulsion? Da übertreibt’s mal wieder jemand masslos mit etepetete. Read more »

Khan’s: Komm hindu

Zwar fühlte ich mich überhaupt kein bisschen experimentierfreudig und hätte einiges für Pasta mit Sauce gegeben, aber mein Liebster wollte ins Khan’s. Sei’s drum, dachte ich mir, dann gehen wir halt. Als ich da ankam, flüsterte er mir schon freudenstrahlend ins Ohr, ich solle mir mal ansehen, wie viele Inder es da hätte. Tatsächlich - ein gutes Zeichen. Trotzdem. Die Karte machte es mir kein bisschen leichter. Lauter unverständliches Zeugs (ich war echt schlecht drauf an dem Abend). Ich bestellte den Shrimps Salad und dann Palak Paneer. Eigentlich wollte ich ja was mit Fleisch, aber das Poulet haben sie grösstenteils aus Brasilien und Ungarn und eigentlich nur das Rind aus der Schweiz. Und weil’s nix Vernünftiges mit Rind gab und gequälte Käfighühner immer so einen schalen Beigeschmack haben, probierte ich’s mit vegetarisch. Mein Gegenüber entschied sich für eine spezielle Vorspeise, deren Namen wir uns nicht merken konnten und die leider auch nicht auf der normalen Karte ist, sowie das Gemüsecurry mit indischem Brot. Read more »

Mundial: Mundete ausgevorzüglich

Wie der Name schon andeutet, will sich das Mundial nicht auf eine Region festlegen. Man kriegt karibische Fischsuppe und Zürigschnätzlets, Spaghetti Primavera und Crema Catalana . Anfangs etwas skeptisch ab dem selbstgebastelten Besteck, waren wir nach dem Blick in die Karte bereits einigermassen hoffnungsfroh. Ich bestellte Nam Tok und er versuchte es mit dem Lamm-Vindaloo. Zum Glück war’s ein lauer Abend, denn wir mussten ne ganze Weile aufs Essen warten… Read more »

Seehotel Sonne: Schuhsohle à la minute in Gold aufgewogen

Bekanntlich mag ich ja das Romantik Seehotel Sonne nicht besonders (ich schreib den Namen bloss deshalb aus, weil derjenige, welcher das Ganze “Romantik Seehotel” getauft hat, einen seeeeehr kranken Sinn für Humor gehabt haben muss).  Und bekanntlich find ich den Schuppen haltlos überteuert. ABER: Gleich am See gelegen hat’s ja eine Art Gartenbeiz fürs Fussvolk. Man muss sich einen Streifen gepflasterte/mit Kies bedeckte Seepromenade zwischen dem Romantikhotel und - eben - dem See vorstellen. Der Gehweg, der am See entlang führt, liegt nicht etwa am See. Nein, er trennt die Terrasse des romantischen Seehotels (mit Sonnenstoren und Zaun) vom Selbstbedienungsteil am See, der mich immer ein bisschen an ein Minigolf-Restaurant erinnert. Read more »

Straf: Tartare Heaven

Ich weiss gar nicht so genau, ob ich das hier schreiben soll, denn eigentlich würd ich’s gern für mich behalten. Aber diesen Blog lesen ja eh nur meine Freunde und deshalb: In der Bar des Straf in Mailand gibt’s das beste Tartare der Welt (sorry Mam). Es wird (natürlich) aus von Hand zerkleinertem Fleisch hergestellt, das man auch wirklich schmecken kann, denn die Gewürze unterstreichen den Geschmack bloss und übertünchen ihn nie. Deshalb hab ich, als ich am Samstag dort war, auch gleich zwei gegesssen (nachdem’s am Freitag schon aus war…). Und jeder einzelne Bissen war göttlich.

Was anderes sollte man im Straf übrigens nicht unbedingt essen - erstens wär’s schade ums verpasste Tartare und zweitens ist das andere Zeugs auf der Karte nicht unbedingt eine Reise wert.