da bitch on herself

First of all: Ich liiiiebe Essen. Das scheint genetisch bedingt zu sein, denn in unserer Familie ist es keine Seltenheit, zwei Stunden über mögliche Zubereitungsarten von Jakobsmuscheln zu diskutieren - mit dem Ergebnis, dass alle ein paar Versionen probekochen, degustieren und die Diskussion dann fortgesetzt wird.

Schon von klein an war ich auch völlig verliebt in gute Restaurants (und schöne Hotels), hatte doch besonders mein Vater eine grosse Schwäche für kleinere oder grössere “Fresstouren” nach Frankreich.

So habe ich denn auch ein paar wirklich wunderbare Restaurants und Hotels kennen gelernt, die einem mühelos das Gefühl von vollkommener Glückseligkeit vermitteln können (wenigstens bis die Rechnung kommt).

Und zweitens: Ich liiiiebe bitchen.

Und dazu gibt es auch immer wieder Gelegenheit, denn: Ich scheine in goldenen Zeiten aufgewachsen zu sein - heute bin ich nämlich sehr oft sehr enttäuscht über die Qualität der - immer noch ziemlich teuren - Restaurants. Dieses Ungleichgewicht scheint mir umso stossender, als es meist nicht aufwendige und teure Dinge sind, die ein Restaurant auszeichnen. Es ist die Hinwendung zum Gast, die ich oft und schmerzlich vermisse.

Irgendwie werde ich auch das Gefühl nicht los, die heutigen Restaurantführer und -kritiker seien diesbezüglich “mit der Zeit” gegangen und hätten ihre Ansprüche dem angepasst, was heute so zu haben ist.

Das soll jetzt ein Ende haben. Zu meinem eigenen Vergnügen und hoffentlich zum Nutzen einiger Restaurantbesucher in spe werde ich hier über wunderbare, mitelmässige und grauenhafte Ess- und Trinkerlebnisse abbitchen.

Da bitch

One Response to “da bitch on herself”

  1. ein genuß - wie immer wenn du sprichst oder schreibst.

    und deine anforderungen an restaurants - speziell die sogenannten guten - sind absolut gerechtfertigt und werden leider immer häufiger untererfüllt

    ich werde dein bitching begleiten … und ggf ein buch - dein wievieltes ?? :-)) - daraus werden lassen

    mit sympathie und zuneigung jrg

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